Lexikonpunkt A

 


* Abgeltungssteuer:

Die Abgeltungssteuer wird im Jahre 2009 eingeführt und stellt einen pauschalen Steuerabzug in Höhe von
25 % auf alle Kapitalerträge inklusive eventueller Kursgewinne dar. Zusammen mit dem Solidaritätszuschlag
und eventuell anfallender Kirchensteuer liegt der pauschale Abschlag bei 28 %. Weitere Informationen
gibt es bei Ihrem Steuerberater und/oder Ihrer Bank.


* Abwrackprämie:

Die Abwrackprämie (auch Umweltprämie genannt) ist eine Maßnahme der deutschen Regierung in der
Finanzkrise/Wirtschaftskrise 2009. Sie zielt darauf ab, Besitzern von alten Autos den Neukauf eines Autos
zu erleichtern. Mit ein Grund neben dem Umweltgedanken dürfte vermutlich auch der Wunsch der
Regierung sein, die am Boden liegende Automobilindustrie und die Automobilzulieferindustrie zu stützen.
Beide Branchen sind gerade für Deutschlands Wirtschaft von erheblicher Bedeutung.


* ADB:

Die Abkürzung ADB steht für die Asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank).


* AEX:

Der AEX ist der meistbeachtete Aktienindex der Niederlande. Die Abkürzung AEX steht dabei für den
Amsterdam Exchange Index. Der AEX ist vergleichbar mit dem deutschen DAX und beinhaltet die 25
größten/bedeutensten börsennotierten Unternehmen/Aktien der Niederlande.


* AfA:

AfA bedeutet übersetzt Absetzung für Abnutzung. Umgangssprachlich handelt es sich also um
Abschreibungen von Anlagevermögen gegenüber der Steuer. Dabei gibt es zwei Abschreibungsmöglichkeiten.
Nämlich die lineare (gleichmäßige Abschreibung) und die degressive (abfallende) Abschreibung.
Letztere ist zu Beginn der Abschreibung (im ersten Jahr) absolut gesehen am größten und verringert sich in
den Folgejahren kontinuierlich. Der prozentuale Abschreibungssatz ist bei der degressiven Abschreibung
gleich hoch. Um buchhalterich zu einer Vollabschreibung bei der degressiven Abschreibung zu gelangen,
ist ein Wechsel zur linearen Abschreibung im oder in den letzten Jahren der Nutzung eines Wirtschaftsguts
nötig.


* AGB:

AGB ist eine Abkürzung und bedeutet Allgemeine Geschäfts Bedingungen.


* Agio:

Agio bedeutet Aufgeld.


* Agrarrohstoffe:

Agrarrohstoffe sind "Rohstoffe", die aus landwirtschaftlichen Prozessen heraus erzeugt werden. Rohstoffe wie
zum Beispiel Mais, Soja, Reis, Weizen, Gerste, Hafer, Zuckerrübe und Kartoffeln, um nur einige zu nennen.
Holzprodukte, Obst und Gemüse gehören übrigens nicht zu den Agrarrohstoffen.


* AIM:

Der Begriff AIM steht für den Alternative Investment Market, einem britischen Börsenmarkt, an dem vorwiegend
kleinere und/oder junge Unternehmen gelistet sind. Die Regeln sind weit weniger streng wie beispielsweise
in anderen Marktsegmenten der Londonder Börse (LSE). Auch die Kosten eines Börsengangs sind
vergleichsweise gering.


* Akkordarbeit:

Die Akkordarbeit ist ein Lohnmodell, welches sich nicht (ausschliesslich) nach der Anwesenheit am Arbeitsplatz
orientiert, sondern vor allem an erbrachter und nachprüfbarer Leistung. Je schneller Leistungsziele erbracht werden,
umso größer ist der Lohn.


* Akquisition:

Im Zusammenhang mit der Börse und mit Unternehmen/Aktien ist eine Akquisition ein anderes Wort für die
Übernahme eines Unternehmens oder eines Unternehmensteils.


* Aktie:

Eine Aktie verbrieft dem Besitzer der Aktie in der Regel einen bestimmten Anteil an einem Unternehmen, für
welches Aktien ausgegeben wurden. Die genauen Rechte und prozentualen Besitzanteile an einer
Aktiengesellschaft sind abhängig von der genauen Rechtsform der Aktie und der genauen Stückelung.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Aktien? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt "Aktien".


* Aktienoptionspläne:

Aktienoptionspläne gehören inzwischen zum Vergütungssystem von Vorständen einer AG und der Mitarbeiter.
Die Aktienoptionspläne (auch "stock options" genannt) berechtigen Vorstand oder Mitarbeiter zum Bezug
der Aktie des Unternehmens, für die Vorstand und Mitarbeiter tätig sind, zu einem festgelegten Preis.
Die Einlösung der Aktienoptionen ist in der Regel erst nach einer bestimmten Zeit möglich. Oder der
Bezugspreis der Aktie wird deutlich über dem aktuellen Börsenkurs angesiedelt. Ziel der Aktienoptionspläne
ist die Bindung von Vorstand und Mitarbeitern an das Unternehmen. Idealerweise soll so die Fluktuation von
Arbeitskräften in der AG minimiert werden.


* Aktienpaket:

Ein Aktienpaket stellt eine größere Anzahl an Aktien (auch größere prozentuale Beteiligung am Unternehmen)
von einem Unternehmen (einer Aktiengesellschaft) dar, die einer Person oder einem Investor zuzuordnen ist.
Investoren, die große Aktienpakete an einer Aktiengesellschaft halten, werden besonders bei potentiellen
Übernahmen der Aktiengesellschaft interessant.


* Aktiensplit:

Bei einem Aktiensplit wird der Kurswert einer Aktie zu einem bestimmten Zeitpunkt schlagartig reduziert.
Vorher wird festgelegt, in welchem Verhältnis eine Aktie gesplittet wird.
Beispiel: Wird ein Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 4 beschlossen, so reduziert sich der Wert der Aktie
auf ein Viertel des ursprünglichen Wertes. Gleichzeitig erhöht sich aber die Antahl der vorhandenen Aktien.
In diesem Beispiel um den Faktor 4. Am Gesamtwert des Unternehmens (Marktkapitalisierung) ändert sich
durch einen Aktiensplit nichts. Allerdings kann eine Aktie durch einen Aktiensplit optisch billiger werden und
dadurch tendenziell interessanter für Kleinanleger.

Mehr zum Thema Aktiensplit beziehungsweise den Überlegungen dahinter finden Sie unter dem
Menupunkt "Marktkapitalisierung".


* Aktionär:

Ein Aktionär hält einen Kapitalanteil an einer Aktiengesellschaft. Er hält also mindestens eine Aktie an einer
Aktiengesellschaft.


* Alan Greenspan:

Alan Greenspan war von 1987 bis 2006 Notenbankchef der FED, also der amerikanischen Zentralbank. Mit einigem
Geschick und Einfühlungsvermögen steuerte er die USA durch manche wirtschaftliche Krise und verstand es
meisterlich, durch seine Aussagen keine unnötige Unruhe in der Finanzwelt zu erzeugen. Immer dann, wenn
ein Zuhörer von Greenspan ernsthaft der Ansicht war, er hätte ihn verstanden, begann der "Meister" mit sich zu hadern
und fragte sich, an welcher Stelle der Argumentationskette ihm ein so "gravierender" Fehler unterlaufen ist, dass
es so aussieht, als wären seine Aussagen eindeutig!?


* ALG:

ALG ist eine Abkürzung und steht für Arbeitslosengeld. Arbeitslosengeld (1 + 2) ist eine Leistung der
Sozialversicherungssysteme in Deutschland.


* Alimente:

Alimente sind gesetzlich verankerte Unterhaltsverpflichtungen. In der Regel Unterhaltsverpflichtungen
gegenüber einem Ehepartner oder einem Kind.


* Allianz:

Erläutert werden soll hier nicht der gleichnamige deutsche Versicherungskonzern. Vielmehr geht es um
Allianzen von Wirtschaftsunternehmen, in denen der Begriff Allianz letztlich für ein Bündnis steht. Ein
Bündnis, dass die dieses Bündnis schliessenden "Parteien" gegenüber der Konkurrenz bevorteilen soll.


* Altersarmut:

Unter Altersarmut wird die Unfähigkeit von alten Menschen (Rentnern) verstanden, mit Ihren Ersparnissen,
ihren staatlichen Renten, Betriebsrenten und potentiellen anderen Einkünften, ihren Lebensunterhalt zu
bestreiten. Grund dafür ist zunehmend, dass Arbeitnehmer nicht mehr durchgängig in ihrem Leben gearbeitet
haben, und zudem immer mehr Rentner von immer weniger Beitragszahlern (Arbeiter und Angestellten)
abhängig sind. Nicht zuletzt erhöht sich (glücklicherweise) die Lebensdauer und damit auch der Bezug der
Altersgelder (Renten).


* AMEX:

AMEX steht für American Stock Exchange. Neben der NYSE eine weitere New Yorker Börse, an der
vorwiegend kleinere und mittelgroße Aktiengesellschaften gelistet sind.


* Angstsparen:

In einer Zeit, in der Arbeitsplätze zunehmend unsicherer werden und/oder Rentenbezüge nicht erhöht oder gar
vermindert werden, nimmt das Angstsparen zu. Der Grund liegt darin, dass die Erwartung der zukünftigen
Einkommensverhältnisse sinkt und daher das Geld weniger für den Konsum zur Verfügung steht, sondern
eher auf den Sparkonten oder gegebenenfalls unter dem "Kopfkissen" landet.


* Anlagevermögen:

Im Gegensatz zum Umlaufvermögen eines Unternehmens finden sich im Anlagevermögen vorwiegend
Unternehmenswerte, die sich relativ schlecht in Geld umwandeln lassen beziehungsweise Unternehmenswerte,
die zur Umwandlung in Geld eine "gewisse" Zeit benötigen. Einzelne Positionen des Anlagevermögens
können Grundstücke sein oder Gebäude oder ein Maschinenpark, um nur einige Positionen zu nennen.


* Anlegermagazine:

Anlegermagazine können Zeitschriften sein oder auch Homepage(s), die den Anleger entweder
speziell zu einer Vermögensklasse (zum Beispiel Aktien) oder umfassend zu vielen Vermögensklassen
informieren. Die etablierten und großen Anlegermagazine befassen sich meist mit allgemeinen
Einschätzungen der Börsen, mit dem Vorstellen von Aktien/Unternehmen inklusive einer eigenen
Einschätzung zur Zukunft des Unternehmens/der Aktie, sowie auch Themen wie Optionsscheinen,
Einsteigerhilfen, Kurstabellen, Zinsentwicklungen, Wechselkursentwicklungen, Chatanalyse
(technische Analyse), Zertifikate, CFD´s und vielem mehr.


* Anzahlung:

Eine Anzahlung ist die Bezahlung eines Teils des Gesamtkaufpreises eines Wirtschaftsguts oder einer
Dienstleistung. Meist sind Anzahlungen üblich bei teureren Produkten, wie beispielsweise Fernsehern,
Waschmaschinen etc. Der Käufer unterstreicht durch die Anzahlung seine Kaufabsicht und der Verkäufer
hat neben der sofortigen Verfügbarkeit der Anzahlungssumme auch eine zusätzliche Sicherheit vor dem
potentiellem Rücktritt des Käufers vom Kaufvertrag.


* Arbitrage:

Arbitrage Geschäfte sind Geschäfte mit dem gleichen Gut beziehungsweise mit der gleichen Ware. Der
Arbitrageur nutzt dabei Preisdifferenzen zwischen Teilmärkten aus. Er kauft die Ware an einem Platz billiger,
um sie an einem anderen Platz relativ sicher wieder teurer zu verkaufen. An der Börse geht es dabei meist
um relativ sichere Geschäfte, jedoch mit einem relativ geringem prozentualen Gewinn.


* Argentum:

Argentum ist die lateinische Bezeichnung für das Edelmetall Silber. Silber besitzt das Elementsymbol Ag
und die Ordnungszahl 47 im Periodensystem der Elemente.


* Assets:

Das englische Wort "Assets" wurde inzwischen auch im deutschen Sprachgebrauch übernommen.
Spricht der Betriebswirt oder Analyst von "Assets", meint er schlicht Vermögenswerte.


* ATH:

Die Abkürzung ATH steht für All Time High, also den höchsten Wert, den ein Aktienkurs eines Unternehmens
je erreicht hat (Allzeithoch). Eventuelle Kapitalmassnahmen der zu Grunde liegenden Aktie (zum Beispiel
Kapitalerhöhungen) und/oder Aktiensplits müssen natürlich bei der Aussage über ein ATH Berücksichtigung finden.


* ATL:

Die Abkürzung ATL steht für All Time Low, also den niedrigsten Wert, den ein Aktienkurs eines Unternehmens
je erreicht hat (Allzeittief). Eventuelle Kapitalmassnahmen der zu Grunde liegenden Aktie (zum Beispiel
Kapitalerhöhungen) und Aktiensplits müssen natürlich bei der Aussage über ein ATL Berücksichtigung finden.


* ATX:

Der Leitindex der österreichischen Börse wird ATX (Austrian Traded Index) genannt. Er ist vergleichbar
mit dem DAX, enthält aber nur die 20 größten/wichtigsten Unternehmen (DAX enthält 30 Werte) von
Österreich.


* Aufsichtsrat:

Jede Aktiengesellschaft (AG) muss einen Aufsichtsrat besitzen. Dieser besteht zwingend aus mindestens
3 Mitgliedern und hat die Aufgabe, den Vorstand zu kontrollieren. Es können auch mehr als 3 Aufsichtsräte
eine AG kontrollieren, jedoch muss die Gesamtzahl der Aufsichtsräte immer ein Vielfaches von 3 sein.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Aufsichtsrat? Dann besuchen Sie auch den
Menupunkt "Kapitalgesellschaften".


* Aurum:

Aurum ist der lateinische Name für das Edelmetall Gold. Gold besitzt das Elementsymbol Au und die
Ordnungszahl 79 im Periodensystem der Elemente.


* Ausbuchung:

Sind bestimmte Kriterien erfüllt, so können Vermögenswerte und/oder Verbindlichkeiten aus einer
Bilanz ausgebucht werden. Es handelt sich also bei der Ausbuchung um einen buchhalterischen Vorgang.


* Aushilfe:

Eine Aushilfe ist in der Regel eine Arbeitskraft, die nur teilweise für ein Unternehmen oder einen Arbeitgeber
arbeitet. Im Gegensatz zu einer fest angestellten Arbeitskraft arbeitet eine Aushilfe meist nur wenige Stunden
in der Woche für einen Arbeitgeber. Zudem bieten Aushilfsverträge eine deutlich geringere Sicherheit für den
Arbeitnehmer in Bezug auf Kündigung als ein fester Arbeitsvertrag. Meist ist auch die fachliche Qualifikation
von Aushilfen gering, weil eine Berufsausbildung nicht vorhanden ist, eine Ausbildung eine zu geringe Qualifikation
bereit stellt, oder eine Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist (zum Beispiel Schüler, Studenten). Dies alles
spiegelt sich sehr oft auch im Lohn wieder, der sich bei Aushilfen in der Regel deutlich unterhalb der Löhne von
festen Anstellungsverhältnissen bewegt.


* Auslandsaktien:

Auslandsaktien sind definitionsgemäß alle Aktien, die nicht deutsche Aktien sind (aus Sicht eines deutschen
Anlegers). Auslandsaktien können entweder an der deutschen Börse erworben werden (oftmals mit einer
höheren Provision als deutsche Aktien oder mit einem schlechteren Kurs als an der Ursprungsbörse), oder
an der Ursprungsbörse des Heimatlandes (auch hier sind oftmals die Provisionen/Gebühren höher als beim
Kauf von deutschen Aktien), wenn diese nicht an einer deutschen Börse handelbar sind.


* Auslandsbörse:

Aus Sicht des deutschen Anlegers ist eine Auslandsbörse jede Börse, die nicht in Deutschland ihren Standort
hat. Zum Beispiel ist die New Yorker Börse (NYSE) eine Auslandsbörse.


* Azubi:

Azubi ist die Kurzform/Kurzbezeichnung für eine(n) Auszubildende/Auszubildenden. Also einen Lehrling.


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