Lexikonpunkt H

 


* Habilitation:

Die Habilitation stellt den höchst möglichen Bildungsabschluss an einer Hochschule dar und ist Grundlage
für das Erreichen einer Professur. Habilitanten verfügen immer über eine Promotion (Doktortitel).


* Halbfabrikate:

Ein Halbfabrikat stellt für ein Unternehmen ein Vorprodukt für das zu erstellende Endprodukt des
Unternehmens dar. Ein Halbfabrikat unterscheidet sich aber auch von einem Rohstoff, da ein
Halbfabrikat durchaus komplex gestaltet sein kann. Ein Halbfabrikat für ein Unternehmen kann
für das das Halbfabrikat liefernde Unternehmen bereits ein Endprodukt sein.
Beispiel: Ein Unternehmen liefert ein Tafelwasser. Dann ist für dieses Unternehmen das Tafelwasser
samt PET Flasche das Endprodukt. Die PET Flasche ist für dieses Unternehmen aber "nur" ein
Halbfabrikat, während es für das die PET Flasche zuliefernde Unternehmen bereits das Endprodukt
ist.


* Halbjahresbericht:

Als Halbjahresbericht werden unterjährige Berichte zur Gewinn- und Bialnzsituation eines Unternehmens
bezeichnet. Neben dem Geschäftsbericht, der einmal im Jahr erscheint, gibt es einen Halbjahresbericht
oder auch Bericht zum Halbjahr genannt.


* Halbjahresdividende:

In manchen Ländern ist es üblich, dass Unternehmen eine Halbjahresdividende zahlen. So zum
Beispiel in Großbritannien. Die jährliche Dividendensumme wird dort oftmals auf 2 Termine (Halbjahre)
verteilt.


* Hamsterkäufe:

Als Hamsterkäufe werden, ganz nach dem Bild aus dem Tierreich, Käufe bezeichnet, die weit über den täglichen
Bedarf hinaus gehen. Grund für Hamsterkäufe sind oftmals die Erwartung von Katastrophen, Krieg, Hyperinflation
etc. Aus Angst, schon bald die tägliche Versorgung mit notwendigen Gütern nicht mehr Aufrecht halten zu
können, deckt sich die Bevölkerung mit einem deutlichen "Mehr" an Waren des täglichen Bedarfs ein.


* Handelsregister:

Das Handelsregister ist ein amtlich geführtes "Register", in dem jeder Gewerbetreibende und jede
Kapitalgesellschaft selbständig eine Eintragung vornehmen muss. Ausgenommen davon sind lediglich
Kleingewerbetreibende oder Kleinstgewerbetreibende, die in Bezug auf Umsatz, Gewinn und Kapitalgröße
unterhalb bestimmter Grenzen liegen. Je nach Art der Firma müssen verschiedene Angaben gemacht und
im Handelsregister hinterlegt werden, wie zum Beispiel: Sitz der Firma, Name der Firma,
Unternehmensgegenstand. Das Handelsregister splittet sich noch einmal auf in zwei "Unterabteilungen",
namentlich Abteilung A und Abteilung B. Die Zuordnung findet statt aufgrund der gewählten Rechtsform des
Unternehmens. Einzelgesellschaften, Personengesellschaften etc. werden der Abteilung A zugewiesen.
Kapitalgesellschaften werden der Abteilung B zugewiesen. Der Handelsregistereintrag ist kostenpflichtig.


* Handwerksrolle:

Jede Person, die in einem Handwerksberuf aktiv ist oder war, wird bei bestandener Meisterprüfung in die
Handwerksrolle eingetragen (von Ausnahmefällen einmal abgesehen). Die Eintragung in die
Handwerksrolle (wird bei der Handwerkskammer geführt) ist wichtig, wenn der "Meister" beabsichtigt,
eine Firma zu gründen, um in seinem erlernten Beruf selbständig zu sein.


* Hang Seng:

Der Hang Seng Index ist ein vielbeachteter asiatischer Aktienindex. Er ist der Leitindex der Börse Hongkong
und mit dem DAX für Deutschland vergleichbar. Der Hang Seng Index beinhaltet die 43 (per März 2009)
wichtigsten/größten Unternehmen aus Hong Kong/China.


* Hartwährung:

Als Hartwährung(en) bezeichnet der Anleger Währungen wie den Euro oder den US-$. Also Währungen, die
gegenüber anderen Währungen wie Weichwährungen eine große Wertstabilität über einen längeren Zeitraum
vorweisen können. Bis dato (Anfang 2009) zählen sicherlich der Euro, der US-$ und noch einige andere
Währungen (zum Beispiel auch der Kanada Dollar) zu den Hartwährungen. Ursache einer "harten Währung"
ist oftmals die Bekämpfung einer zu hohen Inflation durch die Notenbanken und natürlich auch politische
Stabilität.


* HASPAX:

HASPAX steht für den Hamburger Sparkassen Index. Dieser Börsenindex der Region Hamburg enthält die
25 erfolgreichsten, börsennotierten Aktiengesellschaften der Region Hamburg.


* Hauptversammlung:

Einmal im Jahr muss jede Aktiengesellschaft eine ordentliche Hauptversammlung abhalten, auf der die
Aktionäre zusammen treffen und sich über den Geschäftsverlauf informieren. Zudem wird über die
Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand abgestimmt und weitere Beschlüsse gefasst (wie zum
Beispiel die Gewinnverwendung). Jeder Aktionär hat das Recht, Fragen zu stellen und der Vorstand muss
ihm Rede und Antwort stehen. Handelt es sich um unvorhergesehene Ereignisse von großer Bedeutung
innerhalb eines Geschäftsjahres, kann zusätzlich zur ordentlichen Hauptversammlung noch eine
(oder mehrere) ausserordentliche Hauptversammlung(en) einberufen werden.


* Hausbank:

Der Begriff der Hausbank bezeichnet eine Bank, auf der der Kunde (Privat oder Gewerbe) entweder den größten
Teil seines liquiden Vermögens verwalten lässt, oder aber den größten Teil seiner finanziellen Transaktionen
abwickelt. Der Begriff Hausbank könnte also auch mit dem Begriff Hauptbank bezeichnet werden.


* Hausgeld:

Im Zusammenhang mit dem Eigentum an einem Mehrparteienobjekt mit Eigentumswohnungen wird
auf der jedes Jahr statt findenden Eigentümerversammlung ein Wirtschaftsplan erstellt, aus dem sich
die zukünftigen Zahlungen des Hausgelds ergeben. Von diesem Hausgeld werden alle ordentlichen und
wiederkehrenden Zahlungen gedeckt. Das Hausgeld fliesst an den Verwalter. Es handelt sich bei dem
Hausgeld um eine Vorauszahlung. Für den Eigentümer kann es mit Vorlage der Jahresabrechnung zu
einer Rückzahlung oder einer Nachzahlung kommen.


* Haushaltsplan:

Anhand eines Haushaltsplans kann ein Familienoberhaupt (Hausfrau, Hausmann) durch Auflisten
von monatlichen Ausgaben und monatlichen Einnahmen feststellen, ob Ausgaben und Einnahmen
im Einklang stehen. Es ist auch möglich, anhand eines Haushaltsplans durchschnittliche tägliche
oder wöchentliche Ausgabemöglichkeiten zu benennen, um eine Verschuldung zu verhindern.
Sollten die Ausgaben regelmäßig über den Einnahmen liegen und kein oder kaum Vermögen vorhanden sein,
muss gegen gesteuert werden (Augaben überprüfen, eventuell Kontakt zur Schuldnerberatung aufnehmen).


* Hausse:

In der Börsensprache meint eine Hausse eine lang anhaltenden Aufwärtsbewegung der zu Grunde
liegenden Assetklasse (Vermögensklasse). Es gibt folglich Haussen am Aktienmarkt, am
Anleihenmarkt oder an anderen Märkten wie zum Beispiel dem Rohstoffmarkt.


* Headhunter:

Ein Headhunter ist im Bereich der Wirtschaft eine Person, die versucht, geeignete Führungspersonen
für ein Unternehmen zu rekrutieren und dem Unternehmen zuzuführen. Die Bezahlung von Headhuntern
erfolgt in der Regel über das Unternehmen selbst, dass oftmals auch der Auftraggeber des Headhunters
ist.


* Heavytrader:

Während der Daytrader innerhalb eines Tages Wertpapiere kauft und verkauft, ist der Heavytrader
vom Prinzip her ähnlich ausgerichtet wie der Daytrader. Der Unterschied liegt aber darin, dass der
Heavytrader in Bezug auf die Häufigkeit und die Umsätze innerhalb eines Tages die Aktivität
des Daytraders um ein Vielfaches übersteigt.

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Heavytrader? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt
"Anlagestrategien" (Unterpunkt Daytrading Strategie).


* Heller:

Ein Heller war eine deutsche Kupfermünze. Es gibt ja auch den Spruch: "Das zahlst Du mir auf
Heller und Pfennig zurück."


* Heuer:

Der Lohn eines Seemanns hat einen bestimmten Namen und wird Heuer genannt.


* Hexensabbat:

Hexensabbat ist in der Finanzwelt ein besonderer Tag an den Börsen. An diesen Tagen kommt es zum
Auslaufen von Finanzterminprodukten auf Aktien oder Indizes. Deshalb können sich eventuell stärkere
Schwankungen in den Kursen von Indizes oder Aktien ergeben, auf die Finanzterminprodukte auslaufen.
Denn einige Teilnehmer, die Finanzterminprodukte aufgelegt haben, versuchen, durch gezielte Bewegungen
von beispielsweise Indizes, die Finanzterminprodukte günstig für sie verfallen zu lassen. Umgekehrt könnten
Käufer von Finanzterminprodukten bestrebt sein, Kurse von Aktien oder Indizes in eine für sie günstige
Richtung zu verändern, um maximal an dem gekauften Finanzterminprodukt zu profitieren.


* HGB:

HGB steht für Handels Gesetz Buch. Es handelt sich um eine deutschsprachige
Rechnungslegungsvorschrift, die bei größeren, kapitalmarktorientierten Unternehmen mehr und mehr
durch international anerkannte Rechnungslegungsvorschriften wie IAS oder IFRS abgelöst wird.


* "Hidden Champions":

Dieser angloamerikanische Begriff (Hidden Champions) könnte vielleicht am Besten mit "versteckten Siegern"
übersetzt werden. Es handelt sich dabei also um Aktien von Unternehmen, die weniger im Rampenlicht stehen
als die großen Aktiengesellschaften, jedoch seit vielen Jahren im Durchschnitt durch eine sehr gute Managementleistung,
gute Ertragskraft, Vergrößerung des Unternehmensgewinns und schliesslich auch durch nachhaltige Steigerungen
beim Aktienkurs überzeugen können.


* (Die) Hohe Kante:

Umgangssprachlich hat eine Person, die etwas auf der Hohen Kante hat, Geld gespart. Oder allgemeiner
ausgedrückt: Diese Person hat finanzielle Reserven.


* Holding:

Eine so genannte Holding - (Gesellschaft) ist eine Dachgesellschaft, die an weiteren Unternehmen
beteiligt ist. Die Holding hat oftmals die unternehmerische Kontrolle an den beteiligten Unternehmen.
Es gibt Holdingstrukturen, die an einigen operativen Unternehmen beteiligt sind, mit dem Ziel,
strategische Entscheidungen für die operativen Unternehmen zu fällen. Andere Holdinggesellschaften
(zum Beispiel auch manch börsennotierte AG) konzentrieren sich darauf, viele andere Unternehmen
zu kaufen und zu verkaufen, mit dem Ziel, einen wirtschaftlichen Vorteil (Gewinn) aus dem Handel
mit Unternehmen bzw. Unternehmensanteilen zu erzielen.


* Home Banking:

Viele Banken bieten inzwischen den Service des "Home Bankings" (auch Electronic Banking genannt)
an. Dabei hat der Kunde die Möglichkeit, Bankgeschäfte wie beispielsweise Geldanlagen,
Wertpapiertransaktionen, Überweisungen etc. vom eigenen PC elektronisch durchzuführen. Die
Sicherheit der Bankgeschäfte soll dabei unter anderem mit Hilfe von Pin und Tan Codes gewährleistet
werden.


* Home-Office:

Der angloamerikanische Begriff Home-Office ist eine inzwischen in den deutschen Sprachgebrauch übernommene
Bezeichnung für einen Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden.


* Hongkong-Dollar:

Der Hongkong-Dollar ist die Währung Hongkongs.


* Honorar:

Freiberufliche Leistungen werden oftmals mit einem Honorar vergütet. Mit einem Honorar werden Sie also zum Beispiel
bei einem Steuerberater, einem Anwalt oder einem Arzt konfrontiert, um nur einige wenige Honorarleistungen zu benennen.


* Hundesteuer:

Die Hundesteuer wird von Städten und Gemeinden in Deutschland erhoben. Sie gilt pro Hund und pro
Jahr. Mit mehr als einem Hund pro Hundehalter steigt die Hundesteuer pro Hund tendenziell an.


* HV:

Die Abkürzung HV steht für die Hauptversammlung von Aktiengesellschaften.


* HV-Kalender:

Der HV-Kalender listet die Hauptversammlungstermine von Aktiengesellschaften auf. In Deutschland wird einen
Arbeitstag nach der regulären Hauptversammlung die Dividende ausgeschüttet. Vorausgesetzt, die
Aktiengesellschaft schüttet überhaupt eine Dividende aus.


* HWK:

Die Abkürzung HWK steht für die Handwerkskammer.


* Hypothek:

Umgangssprachlich bedeutet eine Hypothek, dass ein Darlehen auf eine Immobilie aufgenommen wird. Genauer
betrachtet bezeichnet eine Hypothek aber ein rechtliches Durchgriffsrecht des Gläubigers auf den
Grund und Boden, der durch die Hypothek belastet ist. Und zwar nur dann, wenn der Schuldner nicht mehr
in der Lage ist, sein Hypothekendarlehen zu bedienen.


Startseite
Impressum