| * Sabbatical: |
Der inzwischen eingedeutschte Begriff des "Sabbaticals" (Sabbatjahr) steht für eine meist einjährige Zeitspanne
im Berufsleben eines Arbeitnehmers. Diese Zeit kann entweder nur Teilzeit gearbeitet werden oder auch gar nicht.
Genutzt wird das Sabbatical meist zum Reisen, für Bildungszwecke oder gar zur persönlichen Regeneration.
| * Sachwerte: |
Im Gegensatz zu Geldwerten (Geld, Devisen) sind Sachwerte reale Wirtschaftsgüter. So zählen
beispielsweise Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Palladium) zu den Sachwerten, genau wie Häuser,
Wohnungen und Grundstücke. Auch Aktien werden oft als Sachwert bezeichnet, denn der Aktionär ist
an einem realen Unternehmen beteiligt. Jedoch kann ein Unternehmen auch insolvent werden.
Bei einem Grundstück oder einem Haus gibt es dieses Totalausfallsrisiko oft nur bei einer Enteignung.
| * Sackgeld: |
Der Begriff "Sackgeld" meint in der Schweiz das Gleiche wie der Begriff Taschengeld in Deutschland.
| * Safe: |
Ein Safe ist ein Sicherheitsbehälter, der dazu dient, Bargeld, Edelmetalle, Schmuck, Wertgegenstände,
(wichtige) Dokumente, Aktien (physisch) , Anleihen (physisch) und/oder andere Dinge relativ sicher zu
verwaren. Ein Safe kann sowohl in
privaten Haushalten stehen, genauso wie in Banken oder
Geschäftsbetrieben/Unternehmen. Nur Personen, die den Ort des Safe kennen und befugt sind, die
Sicherheitshürden zu überwinden, können einen Safe öffnen (Diebe sind natürlich nicht in die
Betrachtung eingeschlossen, denn Diebe werden wohl immer einen Weg finden, auch die besten
Sicherheitsmaßnahmen zu überwinden).
| * Salär: |
Das Wort Salär wird hin und wieder anstelle des Worts Arbeitslohn beziehungsweise Arbeitsentgelt benutzt.
In der Antike wurden Menschen teilweise in Salz, einem damals ähnlich kostbarem Stoff wie Gold, bezahlt.
Daher die Anlehnung des Worts Salär an das Wort "Salz".
| * Same Store Sales: |
Same Store Sales (SSS) ist ein angelsächsicher Begriff, der bei Einzelhändlern Anwendung findet. Gemeint
sind die Veränderungen im Umsatz bei Geschäften, die länger als 1 Jahr geöffnet sind beziehungsweise
länger als 1 Jahr bestehen. Dann können die Umsatzzahlen verschiedener Perioden miteinander
verglichen werden und es ist möglich, einen positiven Trend (steigende SSS), einen stabilen Trend
(gleichbleibende SSS) oder einen Negativtrend (fallende SSS) zu konstatieren.
| * Satzung: |
Im Privatrecht ist eine Satzung eine Art "Grundgesetz" von Unternehmen (GmbH, AG). Neben formellen
Angaben zum Sitz der Firma, zum Namen der Firma und zu den Gründern enthält eine Satzung auch eine
Definition des Unternehmenszwecks, also der Betätigungsfelder des Unternehmens. Zur Gründung
einer GmbH oder AG muss eine Satzung mit bestimmten Angaben vorliegen. Die Satzung kann später
bei Bedarf und Zustimmung der Gesellschafter/Aktionäre verändert werden. "Anfangssatzung" und
Veränderungen in der Satzung müssen
notariell abgesegnet werden.
| * Schattenwirtschaft: |
Unter dem Begriff Schattenwirtschaft werden auf der einen Seite alle nicht legalen Geschäfte
zusammengefasst wie Drogenhandel, Waffenhandel, Menschenhandel etc. Auf der anderen Seite
umfasst der Begriff
Schattenwirtschaft auch im Prinzip legale Geschäfte, die aber nicht ordnungsgemäß
gegenüber dem
Finanzamt deklariert werden (zum Beispiel Schwarzarbeit) und daher "im Schatten" der
sonst üblichen Besteuerung satt finden. Die gesamte Schattenwirtschaft ist rechtswidrig und strafbar.
| * Schekel: |
Der Schekel ist die Währung des Staates Israels.
| * Schenkung: |
Unter einer Schenkung versteht man die Übertragung von Vermögensgegenständen wie zum Beispiel
Aktien, Immobilien oder Bargeld vom "Schenkenden"
an den "Beschenkten".
| * Schiller KGV: |
Das von Robert Shiller (Wirtschaftsprofessor) entwickelte Shiller KGV bildet einen Mittelwert aus Unternehmensgewinnen
der letzten 10 Jahre. Dieser Mittelwert, der verlässlicher ist als ein Unternehemensgewinn eines Jahres, bildet den
Nenner des Shiller KGV´s. Ist das aktuelle KGV größer als das Shiller KGV EINES Unternehmens, sollten Käufe rein
nach dieser Methode unterbleiben. Umgekehrt sollten Käufe eventuell in Erwägung gezogen werden.
Mehr über das Schiller KGV erfahren Sie auch unter dem Menupunkt Fundamentales ... Shiller KGV.
| * Schilling: |
Noch vor der Einführung des Euro im Jahre 2002 war der österreischiche Schilling gesetzliches Zahlungsmittel
in Österreich.
| * Schlechtwettergeld: |
Der Begriff Schlechtwettergeld bezeichnet eine Ausgleichszahlung zum ausfallenden Lohn, vor allem in der
Bauwirtschaft, wenn aufgrund von sehr schlechtem Wetter (Minusgrade im Winter) nicht oder nicht in vollem
Umfang gearbeitet werden kann. Den Ausgleich, der übrigens heute (2010) als Saison-Kurzarbeitergeld bezeichnet
wird, erhält der Arbeitnehmer vom Arbeitsamt.
| * Schnäppchenjäger: |
Nicht nur im realen Leben, sondern auch an der Börse gibt es Schnäppchenjäger. Als solche werden zumeist
Anleger bezeichnet, die nach einem drastischen Kursverfall (zum Beispiel von Aktien) speziell aus diesen Gründen
Wertpapiere kaufen, um kurzfristig oder mittel- bis langfristig Gewinne zu erzielen.
| * Schneeballsystem(e): |
Unter Schneeballsystem(en) im Finanzbereich sind Unternehmen oder Personen zu verstehen, die in
betrügerischer Absicht Geld von Neukunden einnehmen, um den Altkunden von dem neu eingehenden
Geld sehr hohe Renditen zu zahlen beziehungsweise zu versprechen. Da das Geld nicht verdient, sondern
nur umgeschichtet wird, laufen Schneeballsysteme nur so lange, wie es dem Anbieter gelingt,
exponentiell ansteigend neue Kunden zu finden. Aufgrund der im Schneeballsystem liegenden Systematik
ist der Zusammenbruch eines Schneeballsystems vorprogrammiert.
| * Schufa: |
Die Schufa, also die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung ist eine von der Kreditwirtschaft
unterstützte Organisation, die Personen erfasst, die einen Kredit bewilligt bekommen. Durch den Eintrag
der Kreditbewilligung entstehen Daten, auf die sowohl der Kreditempfänger als auch Banken Zugriff haben
(Einwilligung des Kreditnehmers ist Voraussetzung).
Andere Daten entstehen zum Beispiel auch durch das Verhalten des Kreditnehmers (zahlt der Kreditnehmer
den Kredit wie vereinbart zurück? - Gibt es Forderungsausfälle etc.)
Banken können so vor eventueller erneuter Vergabe eines weiteren Kredits ihre Risikoposition besser
abschätzen und den Kreditnehmer eventuell durch Ablehnung eines neuen Kredits vor Überschuldung
bewahren.
Wurde ein Kredit termingerecht zurückgezahlt und wurde kein neuer Kredit aufgenommen, so wird der
Schufa Eintrag in der Regel nach 2 Jahren zum Ende des Kalenderjahres gelöscht. Damit erhält der
Kreditnehmer wieder einfacher einen neuen Kredit, falls dies notwendig werden sollte.
| * Schwarzes Gold: |
Obwohl es sicher mehrere Bedeutungen zu dem Begriff "Schwarzes Gold" gibt (zum Beispiel echter Kaviar),
meint der Börsianer doch vorwiegend Erdöl, wenn er von "Schwarzem Gold" spricht.
| * Schwarzgeld: |
Schwarzgeld ist ein Sammelbegriff für Gelder, die dem deutschen Fiskus nicht bekannt sind und für die in der
Regel auch keine Zinsabschlagsteuer und weitere Kapitalsteuern an den deutschen Staat abgeführt werden.
Dabei kann das Schwarzgeld selbst erst durch kriminelle Geschäfte (Drogenhandel, Waffenhandel etc.)
"erzeugt" werden. Oder es handelt sich um eine legale "Erzeugung" des Geldvermögens (zum Beispiel durch Arbeit),
aber eine illegale Transferierung von Geldern in so genannte Steueroasen, wobei der Transfer selbst nicht
strafbar ist, wenn gleichzeitig die Zinsen/Erträge aus dem Geldvermögen dem deutschen Finanzamt vorgelegt
werden. Illegal wird es erst, wenn diese verschwiegen werden. Schwarzgeld ist also der Sammelbegriff für
Gelder, die dem deutschen Staat nicht bekannt sind und/oder Gelder, die illegal "verdient" wurden.
| * Schwarzmarkt: |
Aus Sicht des Staates ist ein Schwarzmarkt ein illegaler Markt, der gegen die geltenden Gesetze verstößt. Sei es,
weil der Staat auf Steuern verzichten muss (zum Beispiel Umsatzsteuer) oder auch, weil der Markt an sich
gegen geltende Gesetze verstößt (zum Beispiel Waffenhandel, Drogenhandel, Menschenhandel).
| * Schweinebäuche: |
Schweinebäuche, als "Produkt" des Schweins (1 geschlachtetes Schwein = 2 Schweinebäuche mit
unterschiedlichem Gewicht), stellen eine handelbare Einheit an den Rohstoffmärkten
dar.
| * Schweizer Franken: |
Die Währung der Schweiz wird Franken oder Schweizer Franken genannt.
| * SE: |
Die Abkürzung SE steht für Societas Europaea. Es ist eine Aktiengesellschaft, die nach europäischem,
und damit in ganz Europa einheitlichem Recht, gegründet oder fortgeführt wird. In gewisser Weise das
europäische Pendant zur deutschen AG.
| * SEC: |
Die Finanzmarktaufsicht der USA wird SEC genannt. Die Abkürzung steht für Securities and Exchange
Commision.
| * Segmentberichterstattung: |
Ist eine Aktiengesellschaft in mehrere operative Einheiten unterteilt (getrennte Geschäftsfelder), so findet
sich oftmals im Anhang des Geschäftsberichts der AG eine Segmentberichterstattung. Darin erteilt
die AG Auskunft über die einzelnen operativen Geschäftsfelder, die zur AG gehören.
| * Selbstanzeige: |
Im Bereich der Finanzen tritt der Begriff "Selbstanzeige" meist im Zusammenhang mit Steuersündern auf,
die "vergessen" haben, Zinseinkünfte aus Steueroasen beim Finanzamt anzugeben und deshalb keine
Steuern bezahlt haben. Der einzige Ausweg ist der Gang zum Steuerberater oder zum Fachanwalt, der
mit Hilfe Ihrer Angaben eine Selbstanzeige formulieren kann/wird. Zumindest dann, wenn die "Straftat" noch
unentdeckt geblieben ist. In aller Regel müssen dann, neben den Kosten für Fachanwalt/Steuerberater,
die Zinseinkünfte der letzten 5 Steuerjahre nachentrichtet werden plus einer hohen Verzinsung (vielleicht 5%, 6 % oder mehr).
Darüber hinaus kann das Finanzamt auch auf einen Zeitraum von 5 bis 10 Steuerjahren zurück greifen.
Die Angaben zwischen 5 und 10 Steuerjahren sind aber in der Regel ausserhalb der Strafverfolgung.
Wird eine Steuerstraftat verschwiegen und wird aufgedeckt, drohen je nach Höhe der unterschlagenen Summe
deftige Geldstrafen und/oder Gefängnis. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater und/oder Fachanwalt.
| * SEPA: |
SEPA steht für Single European Payments Area. Eine neue Richtlinie, die zum Ziel hat, einen einheitlichen
innereuropäischen Zahlungsverkehr zu etablieren, der einem gemeinsamen Standard unterworfen ist. SEPA
soll den innereuropäischen Zahlungsverkehr vereinfachen.
| * Sesterz: |
Der Sesterz war eine altrömische Münze (Münzeinheit).
| * SFR: |
Die Abkürzung SFR steht für den Schadenfreiheitsrabatt. Der Schadenfreiheitsrabatt ist wichtig im
Zusammenhang mit Versicherungen. Je länger ein Versicherungsnehmer Schadenfreiheit im Hinblick
auf die abgeschlossene Versicherung vorweisen kann, umso billiger wird die Versicherung letztlich für
den Versicherungsnehmer. Beispielsweise heisst die SF Klasse 25, dass der Versicherungsnehmer
bereits 25 Jahre oder mehr keinen Schaden der Versicherung gemeldet hat oder kein Schaden
entstanden ist.
| * Short Squeeze: |
Eine Short Squeeze ist die technisch bedingte Kursrally einer Aktie, die zuvor leerverkauft wurde. Die
Leerverkäufer (Short Seller) einer Aktie müssen, wenn die Kurse gegen die eigenen Erwartungen
steigt, ab einem bestimmten Zeitpunkt Aktien zurück kaufen, um Verluste zu begrenzen. Weil der
Verlust eines Leerverkäufers theoretisch unbegrenzt ist, kann ein Short Seller nicht nur den Einsatz
verlieren, sondern auch Geld, das er gar nicht besitzt. Nicht selten drängen auch die entsprechenden
Broker bei starken Verlusten zur Glattstellung (Rückkauf) der Aktien. Weil Short Seller um jeden Preis
zurück kaufen müssen, deshalb können Kurse von Aktien, die zuvor leer verkauft wurden, enorm schnell
und stark steigen.
| * Silber: |
Silber (chemisches Symbol = Ag) ist nach Gold das vermutlich zweit bekannteste Edelmetalle. Als
Anlagemedium spielt es eine wichtige Rolle.
Mehr über Silber erfahren Sie auch unter dem Menupunkt Edelmetalle ... Silber.
| * Small Caps: |
Als Small Caps werden allgemein Aktien bezeichnet, die von der Marktkapitalisierung und Unternehmensgröße
in den Nebenwertebereich gehören.
| * SMI: |
Der SMI (Swiss Market Index) ist der wichtigste Aktienindex der Schweiz. Er umfasst die 20 größten und
wichtigsten, börsennotierten Unternehmen der Schweiz.
| * Solidaritätszuschlag: |
Der Solidaritätszuschlag ist eine zusätzliche Steuer auf die Einkommensteuer/Kapitalertragsteuer/Körperschaftssteuer.
Seit 1991 ist der Solidaritätszuschlag (Soli) mit Unterbrechung eingeführt und variiert seit dem in seiner
Höhe.
| * Sondertilgung: |
Im Gegensatz zur normalen Tilgung eines Kredits (zum Beispiel Immobilienkredit) lässt sich mit Banken
ein Sondertilgungsrecht vereinbaren. Dann ist es möglich, bis zu einem vorher festgelegten Prozentsatz
des ursprünglichen Gesamtkredits, pro Jahr eine Sondertilgung vorzunehmen, insofern die Gelder
vorhanden sind. Eine Sondertilgungsmöglichkeit ist also nur eine Option und kein Zwang. Falls
Sondertilgungsmöglichkeiten genutzt werden, verkürzt sich insgesamt die Laufzeit eines Kredits.
| * Sortiment: |
Der Begriff Sortiment steht für die gesamte Produktpalette eines Unternehmens, aber exklusive aller angebotenen
Dienstleistungen. Der alleinige Fokus beim Begriff Sortiment liegt auf "fühlbaren" Waren und Produkten.
| * Sparbuch: |
Das Sparbuch ist wohl der Klassiker unter den sicheren Sparformen und auch heute noch sehr beliebt. Es wird
von einer Bank kostenfrei geführt und automatisch verzinst. Die Zinsen werden am Ende eines Kalenderjahres
oder bei Auflösung gut geschrieben. Es dürfen nur bis zu 2.000 Euro pro Monat abgehoben werden. Sonst
müssen für darüber hinaus gehende Summen Vorschußzinsen bezahlt werden.
| * Sparen: |
Sparen ist ein Vorgang, bei dem liquide überschüssige Mittel (meistens Geld) bewusst nicht ausgegeben
und/oder konsumiert werden. Das Ziel des Sparens ist es letztlich, durch Konsumverzicht ein größeres
Sparziel/Konsumziel/Lebensziel zu erreichen.
Sie möchten mehr über das Thema Sparen erfahren? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt "Sparen".
| * Sparstrumpf: |
Der Sparstrumpf ist ein Begriff, der zumeist auch schon unseren Großeltern bekannt war. Die durch Krieg,
Krisen und Bankzusammenbrüchen sowie Hyperinflation gekennzeichnete Generation hat ihr Geld/Ersparnisse
in einen Sparstrumpf gesteckt, anstatt es zur Bank zu bringen. Der Sparstrumpf (oftmals unter dem
Kopfkissen oder unter der Matraze lagernd) brachte zwar keine Sparzinsen ein, erschien vielen jedoch
sicherer als eine Bank.
| * (erster) Spatenstich: |
Mit dem ersten Spatenstich, zumeist eingebettet in eine Feierlichkeit, startet offiziell ein Bauprojekt.
| * Speckgürtel: |
Der Speckgürtel, ein Begriff aus dem Bereich Immobilien, ist der unmittelbare Bereich um eine Großstadt (Stadt)
herum. Im Speckgürtel geniessen die Bewohner noch die Vorteile der Stadt, wohnen dafür in der Regel aber
ruhiger und stressfreier. Deshalb ist der Speckgürtel um eine Stadt herum auch recht beliebt. Schliesslich sind
auch die Preise für Wohneigentum und Mieten in aller Regel billiger als in der Stadt selbst.
| * Spekulant: |
Ein Spekulant ist eine Person, die mit dem Mittel der Spekulation (siehe unten unter dem Begriff
"Spekulation") versucht, kurzfristige
Gewinne (oftmals an der Börse) zu erzielen.
| * Spekulation: |
Während eine langfristige Geldanlage (zum Beispiel in einem Unternehmen in Form von Aktien) eher
als Investition bezeichnet wird, trägt die kurzfristige Geldanlage eher die Bezeichnung Spekulation.
Dabei setzt der "Anleger" auf das Eintreten (oder Ausbleiben) eines bestimmten Ereignis und versucht
damit Geld zu verdienen. Spekulationen sind nicht auf Aktien begrenzt. Spekuliert wird in allem,
was kurzfristige Gewinne verspricht. Dies können zum Beispiel Aktien, Rentenpapiere, Optionen,
Optionsscheine, Rohstoffe, Devisen, aber auch Briefmarken sein.
| * Spekulationsfrist: |
Noch im Jahr 2008 gab es in Deutschland eine Spekulationsfrist. Dies bedeutet, dass ein Wertpapier
(zum Beispiel Aktien) nach einer Haltefrist von mindestens 12 Monaten steuerfrei in Bezug auf mögliche
Kursgewinne gestellt wurde. Inzwischen gibt es in Deutschland keine Spekulationsfrist mehr. Alle
Erträge unterliegen nun der Abgeltungssteuer.
| * Spende(n): |
Spenden sind eine meist finanzielle Zuwendung von Personen oder Unternehmen an Hilfsbedürftige,
Organisationen, die sich für Hilfsbedürftige einsetzen und/oder Organisationen (auch Parteien können
als Spendenempfänger in Frage kommen), die sich für eine definierte Sache einsetzen. Die finanzielle
Zuwendung geschieht bei einer Spende ohne Gegenleistung des Spendenempfängers. Über die steuerliche
Absetzbarkeit von Spenden informiert Sie Ihr Steuerberater und/oder Ihr Finanzamt.
| * Sperrfrist: |
Eine Sperrfrist für den Verkauf von Aktien bindet Anteilseigner für einen bestimmten Zeitpunkt an ihre Aktien.
Damit soll besonders bei Börsengängen verhindert werden, dass Altaktionäre Kasse machen. Nach Ablauf
der vereinbarten Sperrfrist haben dann auch die Altaktionäre die Möglichkeit, ihre Aktien frei zu veräußern.
| * Sperrhotline: |
Im Fall eines Verlusts von EC-Karten oder Geldkarten kann man über eine in Deutschland gültige Nummer
die EC-Karten (Geldkarten, Sparkarten) sperren lassen. Die aktuelle und kostenfreie Nummer (Dezember 2009)
lautet: 116116
Achtung: Nicht jede Bank nimmt an dieser Hotline teil.
| * Sperrminorität: |
Eine Sperrminorität entsteht nach deutschem Aktienrecht dann, wenn eine Gruppe von Aktionären oder
ein einzelner Aktionär mindestens 25 % aller Stimmen (Aktien mit Stimmrecht) an einem Unternehmen
besitzt, jedoch
insgesamt nicht mehr als 50 %, denn sonst wäre die Person/juristische Person/Gruppe ja
Mehrheitsaktionär/Großaktionär. Übt diese Gruppe dann dank ihrem Anteil von 25 % bis 50 % ihre
Sperrminorität aus, so beudeutet dies, dass bestimmte Beschlüsse auf der Hauptversammlung blockiert
werden können.
| * Spesen: |
Spesen sind ein Ausgleich eines Betriebs oder Unternehmens an eine Person oder Personengruppe
(Angestellte, Vorstände, Mitarbeiter), die aus beruflichen Gründen Zusatzkosten zu tragen haben. Diese
Zusatzkosten werden durch Spesen, also finanzelle Zuwendungen des Betriebs an seine Mitarbeiter, gedeckt.
| * Sponsor: |
Ein Sponsor ist letztlich ein Geldgeber, der sich für diese Zuwendung ebenfalls Vorteile erhofft. Im Fall von
Unternehmen dient das sponsorn dem Ziel, die eigenen Produkte/Dienstleistungen bekannter zu machen
und damit besser zu verkaufen. Oder das Unternehmen will sich selbst bekannter machen. Letztlich mit dem
gleichen Ziel, nämlich dem höheren Interesse an unternehmenseigenen Produkten/Dienstleistungen.
| * Squeeze Out: |
Unter einem "Squeeze Out" versteht der Börsianer das Herausdrängen von Kleinaktionären aus einem
Unternehmen/einer Aktie. In Deutschland kann ein Investor, sofern er mindestens 95 % aller Aktien
an einem Unternehmen besitzt,
Kleinaktionäre gegen ihren Willen aus dem Unternehmen/aus der Aktie
drängen. Die Kleinaktionäre werden dann "Zwangsabgefunden".
| * Staatsbankrott: |
Ein Staatsbankrott tritt dann ein, wenn die Schulden eines Landes (Staates) nicht mehr oder nicht mehr
vollständig beglichen werden können.
| * Standard & Poors: |
Standard & Poors ist eine Ratingagentur, die "Noten" in Form von Buchstaben für Unternehmen aller Art
vergibt. Auch Länder werden geratet.
| * Steuer: |
Die Steuer ist, wenn man so will, der Anspruch und die Durchsetzung des Staates an Privatpersonen
und Unternehmen, sich einen Anteil auf die angefallenen Gewinne eines Jahres einzuverleiben.
| * Steuerklasse(n): |
In Deutschland gibt es 6 Steuerklassen (Lohnsteuerklassen). Je nach individueller Situation findet die Einordnung
in eine der sechs Steuerklassen statt und bestimmt damit wesentlich den Abzug der Lohnsteuer bei Arbeitnehmern.
| * Steuerquote: |
Die Steuerquote eines Unternehmens gibt den prozentualen Steuersatz an, der vom Unternehmen auf
dessen Gewinne (EBT) zu zahlen ist. Sie lässt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung nach folgender
Formel ermitteln:
Steuerquote = (zu zahlende Steuern / Ergebnis vor Steuern) * 100
| * Stiftung(en): |
In Deutschland (und einigen anderen Ländern) gibt es die Möglichkeit, einen Teil seines Vermögens
in einen rechtlichen Rahmen zu bringen. Dieser rechtliche Rahmen wird dann Stiftung genannt.
Die Stiftung hat in der
Regel die Auflage, das eingebrachte Vermögen zu erhalten. Den Stiftungszweck
(meist wohltätiger
Natur) verfolgt die Stiftung allein aus den Zinsen/Erträgen, die das eingebrachte
Vermögen erwirtschaftet.
| * Stille Reserven: |
Stille Reserven entstehen vorwiegend dann, wenn Vermögensgegenstände im Anlagevermögen (zum
Beispiel Grundstücke) und/oder im Umlaufvermögen (zum Beispiel Patente) zu einem niedrigerem Wert
in der Bilanz aufgeführt werden im Vergleich zum tatsächlich aktuell am Markt erzielbaren Preis. Den
Unterschied zwischen Anschaffungswert und Verkehrswert bezeichnet man als stille Reserve.
| * Stimmrecht: |
Jeder Aktionär einer Aktie (Stammaktie) hat in Deutschland ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung.
Dort (auf der HV) kann der Aktionär von seinem Stimmrecht Gebrauch machen und über die einzelnen
Punkte der Tagesordnung abstimmen.
| * Stimmblock: |
Auf der Hauptversammlung wird gegen Ende über jeden einzelnen Tagesordnungspunkt abgestimt.
Ein Stimmblock erleichtert dabei die Durchführung der Abstimmung.
| * Stockpicker: |
Als Stockpicker wird ein Anleger (sei er nun Privatanleger oder institutioneller Anleger) bezeichnet, der
selektiv in einzelne Aktien investiert. Idealerweise setzt sich ein Stockpicker mit den Unternehmen und
ihrem Zahlenwerk auseinander und investiert dann selektiv mit dem Ziel, den allgemeinen Markt
(Vergleichsindex) im Hinblick auf die Rendite zu übertreffen. Das Gegenteil wäre ein Anleger, der
entweder direkt (zum Beispiel durch breite Streuung seiner Anlagegelder) oder indirekt (zum Beispiel
durch Kauf von Indexzertifikaten) in den Durchschnitt "aller Aktien" (eines Index) investiert.
| * Stock Screener: |
Als Stock Screener werden Programme bezeichnet, die es dem Anleger ermöglichen, Aktien nach
bestimmten Kriterien wie beispielsweise Dividendenrendite und/oder KGV zu sortieren und heraus zu
filtern. Der Anleger selbst macht dabei Vorgaben (zum Beispiel alle deutschen Aktien anzeigen, deren
Dividendenrendite über 5 % liegt) und das Programm/die Software wählt aus einer umfangreichen
Datenbank diejenigen Unternehmen aus, die dem Kriterium (hier beispielsweise Dividendenrendite)
entsprechen. Die Ergebnisse können dann noch sortiert werden (zum Beispiel aufsteigend oder
absteigend sortiert).
| * Stornierung: |
In der Betriebswirtschaft bezeichnet der Begriff Stornierung die Rückabwicklung einer bereits durchgeführten
Buchung. So wird der fehlerhafte Vorgang für den Kunden aus der Welt geschafft. Buchhalterisch wird
eine Stornobuchung durch eine Umkehrbuchung bereinigt.
| * Storno: |
Storno ist die Kurzform für Stornierung. Zur Erläuterung des Begriffs Storno siehe "Stornierung".
| * Streubesitz: |
Als Streubesitz wird in aller Regel ein Unternehmen (Aktiengesellschaft) bezeichnet, bei der sehr viele
Anteilseigner kleine und kleinste Anteile am Unternehmen (Aktien) besitzen. Die Summe aller kleinen
und kleinsten Anteile wird Streubesitz genannt.
| * Substanzwert: |
Der Begriff Substanzwert ist eng mit dem Begriff Buchwert verknüpft. Es gibt allerdings Unterschiede.
Während der Buchwert durch einen Blick in die Bilanz ermittelt wird und die Bilanzpositionen ungeprüft
als richtig angenommen werden, hinterfragt der Analyst die Bilanzpositionen (Vermögenswerte) im Hinblick
auf den tatsächlichen Wert. Der Unterschied zwischen Wertansatz in der Bilanz und tatsächlichem Marktwert
spielt beim Substanzwert eine große Rolle.
Sie möchten mehr erfahren zum Thema Substanzwert? Dann besuchen Sie auch den Menupunkt
"Eigenkapital".
| * Subunternehmer: |
Ein Subunternehmer ist ein "Unternehmer", der von einem "Hauptunternehmer" Aufträge erhält und
diese teilweise oder vollständig abarbeitet. Der Subunternehmer ist damit nur bedingt frei
unternehmerisch tätig. Jedoch kann er sich seine Aufträge natürlich selbst aussuchen. Eine
Grenze zur Scheinselbständigkeit ist erreicht bzw. wird gerne vom Finanzamt unterstellt, wenn
der Subunternehmer nur einen "Hauptunternehmer", also nur einen Geldgeber vorweisen kann.